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Umsetzung des Gesetzes zur Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit

Kirchengesetz zur Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland - Zielsetzung (§1)

 

  • Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit und tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern, die in den unterschiedlichen Ebenen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland ehrenamtlich oder beruflich Dienste wahrnehmen.
  • Einbeziehung der unterschiedlichen Geschlechtsperspektiven und Berücksichtigung ihrer Gleichwertigkeit
  • Abbau bestehender Ungleichbehandlungen
  • Verbesserung der Vereinbarung von beruflichen Pflichten und Familienpflichten

 

Das Kirchengesetz zur Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland regelt im Abschnitt 4 die Beauftragung für Geschlechtergerechtigkeit im Kirchenkreis. Danach sind durch den Kirchenkreisrat mindestens eine Frau und ein Mann zu berufen, die Beauftragung erfolgt in der Regel für den Zeitraum von 4 Jahren.

Als Aufgaben der Beauftragten werden die Begleitung und Förderung der Umsetzung des Kirchengesetzes benannt. Die Beauftragten können dem Kirchenkreis Empfehlungen zur Verwirklichung des in § 1genannten Zieles geben. Die Kirchenkreisräte haben sich mit den Empfehlungen auseinanderzusetzen sowie Beanstandungen nachzugehen.

Voraussetzung dafür, dass Empfehlungen von Seiten der Beauftragten gegeben werden können, ist eine ausreichende Information. Entsprechende, die Geschlechterrelation ausweisende Daten, sind regelmäßig zur Verfügung zu stellen (vgl. § 17 GeschlGerG). Nur so können Gleichstellungsförderpläne und Empfehlungen erarbeitet werden.

Die Erfüllung des Auftrags der Beauftragten setzt grundsätzlich voraus, dass sie über die Entwicklungen im Kirchenkreis informiert sind. Daher ist es sinnvoll, ihnen zum Beispiel die Unterlagen der Kirchenkreissynoden zugänglich zu machen.

Da das GeschlGerG vorsieht, dass auch Kirchengemeinden eine Person als Beauftragte benennen sollen, liegt es nahe, dass die Kirchenkreisbeauftragten die Arbeit der Beauftragten in den Kirchengemeinden unterstützen und begleiten.

Der zeitliche Aufwand kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem wie die Beauftragung konkret gefüllt wird und wer sie wahrnimmt. Als Mindestzeitbudget sollten 70 Std. im Jahr angesetzt werden. Eine höhere Stundenanzahl erscheint jedoch realistischer, vor allem, wenn Projekte entwickelt oder begleitet werden. Genaue Zahlen können erst evaluiert werden, wenn die Arbeit der Beauftragten sich über einen längeren Zeitraum etabliert hat. Die geschätzten Zeitangaben ergeben sich aus der Übernahme der folgenden Tätigkeiten:

  • Teilnahme an zwei nordkirchlichen Konventen (ca. 12 Std.)
  • Sichtung von Synodenunterlagen und ggf. Teilnahme an der Kirchenkreissynode(16 Std.)
  • Alle 2 Jahre ein Gespräch zur Auswertung der statistischen Daten (2 Std.)
  • Erarbeitung von Vorschlägen für Gleichstellungsmaßnahmen (4 Std.)
  • Begleitung der Beauftragten aus Kirchengemeinden (10 Std.)
  • Verfassen eines Berichts (4 Std.)
  • Austausch mit der/dem anderen Beauftragten aus dem Kirchenkreis (4 Std.)
  • Fortbildung (8 Std.)
  • Anfragen des KK-Rats und von Kirchengemeinden (10 Std.)